Nicht-Glauben hat viele Gesichter

Ricarda Hinz vom Düsseldorfer Aufklärungsdienst Foto: E. Frerk

Im Rahmen der hpd Themenwoche Nicht-Glauben zeigen sich einige davon

Ich bin zutiefst ungläubig, weil das Leben so viel lebenswerter wurde, als die Rechtssprechung begann sich auf überprüfbare Fakten anstelle auf Glaubens-Ideen zu verlassen.

Ich bin zutiefst ungläubig, weil uns Menschen durch die Aufklärung ein Licht aufging und weil die Naturwissenschaft die Evolution erkannte.

Ich bin zutiefst ungläubig, weil das Leben soviel lebenswerter wurde, als kein Jenseits mehr das Diesseits abwertete und die Menschenrechte möglich wurden, weil die Kleriker in ihre Schranken verwiesen wurden.

Religion genießt immer noch ein viel zu positives Image, weil uns die Religions-PR-Maschine von der Taufe über den Kindergarten bis zur Beerdigung besülzt. Ich bin zutiefst ungläubig, weil jede Religion Teil des Problems und nicht Teil der Lösung ist. Weil Religionen Antworten geben, wo offene Fragen unsere Neugier und unseren Forscherdrang wecken sollten. Religionen ersticken die Vernunft. Aber bisher hat noch keine Gesellschaft unter einem Zuviel an Vernunft gelitten. Dafür leiden viele Gesellschaften unter einem Zuviel an Religion.

Nebenbei bemerkt leben wir Frauen schon seit über dreitausend Jahren ohne unsere große Göttin. Jungs traut Euch: lasst endlich los! Die Zeit drängt, denn wir müssen uns um Forschung und Bildung kümmern und können uns nicht ewig die Köpfe darüber einschlagen, wessen Gott nun der größte sei. Mann!

Ricarda Hinz

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