Gedenken der Opfer des Christentums

Im Jahre 1600 wurde der ehemalige Mönch, Astronom und Philosoph hier als „Ketzer“ verbrannt, nachdem er unter die Räder der „Heiligen Inquisition“ geraten war. Seit 1889 erinnert die Bronzestatue an den unbequemen Denker und Kritiker, der seiner Zeit weit voraus war. Gegen den Widerstand christlicher Machthaber, die es unter anderem als „schwarzes Schiff des Satans“ bezeichneten, wurde das Mahnmal errichtet.

Giordano-Bruno-Denkmal
© G. Bodenstein

Erst Johannes Paul II. räumte im Jahre 2000 ein, die Hinrichtung Brunos sei aus kirchlicher Sicht unrechtmäßig gewesen. Vollständig rehabilitiert ist er bis heute nicht.Hinter einem am Sockel angebrachten Bronzekranz stecken verwelkte Rosen. Auch nach über 400 Jahren ist der Namensgeber der gbs nicht vergessen. Er ist ein Anlaufpunkt für Freigeister in Rom.

David Farago, Mitarbeiter der gbs, hat ebenfalls einen Strauß rote Rosen dabei, und ein Schild mit der Aufschrift: „Im Gedenken an Giordano Bruno, ein Opfer der christlichen Kirche, die seit jeher gegen Fortschritt und Wissenschaft kämpft“ auf Deutsch, Italienisch und Englisch. Er steckt das Schild unter den Kranz und legt die Rosen davor. Dann verharrt er einen Moment. „Hier wollte ich schon immer mal her“, sagt er sichtlich bewegt.

hier der ganze Beitrag zur gbs-Aktion

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