Düsseldorf: Erster säkularer Kunstpreis

DA! Art-Award: Kunst für Vernunft und Humanismus

»DA! Art-Award« lautet der Titel eines Kunstpreises, den der »Düsseldorfer Aufklärungsdienst« (DA!) erstmalig im Frühjahr 2018 verleihen wird. Der Preis, der im 2-Jahres-Turnus unter einem jeweils wechselnden Thema öffentlich ausgelobt wird, will Künstler/innen inspirieren, sich kritisch mit Religion und Irrationalismus auseinanderzusetzen. Das Thema in 2018: Wissen statt Glauben. Der Kunstpreis ist mit insgesamt 3.500 € dotiert. Die eingereichten Werke werden der Öffentlichkeit in einer 3-tägigen Ausstellung präsentiert.

Thema 2018: Wissen statt Glauben

Deutschland gilt als säkular und aufgeklärt. Ein Trugschluss. Zwar zahlen nur noch knapp 64 Prozent der Bundesbürger ihre Kirchensteuer und glauben an eine allmächtige Dreifaltigkeit. Tendenz fallend. Gleichzeitig jedoch boomt die Esoterikbranche mit all ihren Skurrilitäten. Zurzeit beträgt ihr Umsatz geschätzte 25 Mrd. Euro jährlich. Prognose für 2020: unglaubliche 35 Mrd. Euro. Im Vergleich: Der Etat des Bundesministeriums für Bildung und Forschung schlägt gerade mal mit 17,6 Milliarden zu Buche.

Ob Religionen, Psychokulte oder esoterische Befremdlichkeiten: Unter dem dünnen Firn der Aufklärung gärt es. Das Irrationale ist auf dem Vormarsch und ein gigantischer Markt. Hier bedienen alte wie neue Glaubensgewinnler die Sehnsucht der Menschen nach Sinn, Orientierung und vermeintlich verlorener Ganzheitlichkeit. Auf der Strecke bleiben dabei jedoch Rationalität und kritisches Denken. Mit fatalen Ergebnissen. Kreationismus und Anthroposophie, göttliche Verheißung und Reinkarnation erscheinen vielen Menschen sinnfälliger als wissenschaftlich überprüfbare Fakten. Kein Wunder also, dass pseudomedizinische Heilmethoden wie Homöopathie und Bachblüten en vogue sind, Impfen jedoch verpönt ist. Spekulation siegt über gesicherte Erkenntnis, Glaube über Empirie, Angst über Fakten.

Wer kann mitmachen?
Die Ausschreibung richtet sich an Künstlerinnen und Künstler, die in NRW leben und arbeiten oder die in dieser Region Mitglied in einem Kunstverein/einer künstlerischen Vereinigung sind bzw. von einer Galerie vertreten werden.

Teilnahmebedingungen und Angaben zu Inhalt und Format der Arbeiten

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